Hettenhain
Hettenhain

Foto: wita/Martin Fromme

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von Thorsten Stötzer

HETTENHAIN - Wenn Uwe Diefenbach seinen Mitbürgern in Hettenhain nun als Plakatmotiv erscheint, wirbt er damit für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr. Er stellt sich jedoch nicht als der Wehrführer vor, sondern als Nachbar aus der Straße „Auf der Platt“ und 50-jähriger Anlagenführer und Disponent. Sein Stellvertreter Cornelius Thölken erscheint als Sanitär- Heizungsbaumeister aus dem Hamsterweg.

 

Mit dieser Kampagne wollen die Brandschützer „der Feuerwehr ein Gesicht geben“, um neue Mitglieder zu finden. Insgesamt 64 Plakate mit 32 Motiven hat Fabian Thölken entworfen. Finanziert wurde das durch Mittel der Stadt Bad Schwalbach für die Ehrenamtsförderung in der Feuerwehr. Die Fotos hat die Wehr zum großen Teil selbst gemacht, vor allem wurden fast alle Mitglieder der Einsatzabteilung porträtiert.

 

Bilder von Autounfall auf der Bäderstraße

Neben Gesichtern tauchen Slogans auf den Plakaten auf. „Menschen brauchen Hilfe. Hilfe braucht Menschen“, gehört dazu oder „Stell dir vor es brennt und keiner kommt“. „Quereinsteiger gesucht“ ist genauso zu lesen wie „Wir helfen dir, wenn du auf die schiefe Bahn geraten bist!“: Illustriert wird dies mit einem Bild eines Autounfalls auf der Bäderstraße. Ortskundige erkennen außerdem den Einsatz beim Tornado im August 2014 oder beim Waldbrand auf dem Eulenberg im Frühjahr des Jahres 2015.

 

„Werde einer von uns! Aktiv. Ehrenamtlich. Hettenhainer“ steht am Fuß aller Plakate. Grund für diese Aktion ist die Sorge um die Stärke der Einsatzabteilung. Beim Blick über das vergangene Jahrzehnt und ein wenig mehr schätzen die Initiatoren, dass Hettenhain fünf Prozent an Einwohner zugelegt hat auf jetzt rund 1100 Menschen. Die Zahl der aktiven Feuerwehrleute sei dagegen um fast 30 Prozent geschrumpft.

Bei 20 Männern in der Einsatzabteilung und einem Altersdurchschnitt von 35 Jahren droht der Einheit natürlich nicht die Auflösung. Doch der Trend gibt ebenso zu denken wie die Tatsache, dass heute keine Frauen mehr aktiv sind im Gegensatz zu früheren Jahren. Die Plakate sollen auch Schwellenangst nehmen. „Wir sind keine Übermenschen“, betont Diefenbach. Es muss auch nicht jeder ein Techniker von Beruf sein. Beim Schriftführer Marco Krähling steht beispielsweise Verwaltungsbeamter auf dem Plakat.

 

Dabei kümmert sich die Hettenhainer Wehr längst um Öffentlichkeitsarbeit, bringt eine Zeitung heraus und ist in neuen sozialen Medien präsent. Ein Transparent wurde aufgehängt, mit den Plakaten ist der Stadtteil Vorreiter in Bad Schwalbach. Sogar einen Aktionstag haben die ehrenamtlichen Retter in diesem Jahr vorbereitet mit dem Angebot, selbst einen Unfallwagen mit der Rettungsschere zu zerlegen.

Es gab persönliche Anschreiben für jeden Hettenhainer im Alter von 30 bis 50 Jahren – die Jüngeren hatten zuvor die Zielgruppe gebildet. „Die Resonanz war null“, berichten die Wehrleute von ihren Erfahrungen. Dabei ist die Wehr keinesfalls ein Streitobjekt in der Ortschaft: „Wir kriegen von jedem auf die Schulter geklopft, das Ansehen ist gut“, schildert Uwe Diefenbach aus dem Alltag.

Foto/Text: od

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Naspa-Stiftung fördert die Renovierung des alten Wasserbehälters in der Kurve zur Bärstadter Straße mit € 500,00. Mit dieser Unterstützung kann die Verschönerung des grauen "Betonklotzes" endlich beginnen.

Der Heimatverein "unser Hettenhain" möchte für diese Fläche eine Wander- und Fahrradweg Karte herstellen lassen und diese am dem alten Wasserreservoire anbringen. Diese Karte ermöglicht dann den vorbeikommenden Wanderern und Fahrradfahrern sich zu orientieren und zeigt die Wege zu den Nachbarorten, wie auch zu den "Points of Interrest" in unserer Umgebung, rund um Bad Hettenhain.

Der Startschuss für die Renovierung fällt am 28.10.2017 um 9.00 Uhr mit einer gründlichen Reinigung der Fassade.

Fotos/Text: gb

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie schon in den letzten Jahren organisierte der Ortsbeirat Hettenhain auch dieses Jahr wieder einen Seniorenausflug für Hettenhainer Seniorinnen und Senioren. Bei wunderschönem Spätsommerwetter ging es am 10.09. zur Besichtigung einer Straußenfarm nach Dornburg im Westerwald. Nach dem „traditionellen“ Frühstück wurde hier vom Chef der Straußenfarm bei einer Rundfahrt über das Gelände eindrucksvoll die Haltung von Straußen erklärt. Selbst gebackener Kuchen rundete die Führung ab.

Gut gestärkt und informiert setzte sich der Bus dann in Fahrt und die Reise ging nach Weilburg, ein Genuss für alle, diese Stadt, deren Anlagen und Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Das schöne Wetter lud zum Verweilen in einem der vielen Lokale ein.

Zum Abschluss brachte uns der Fahrer Alexander sicher zum Abendessen nach Schönborn, wo zünftig gegessen und getrunken wurde.

Bei einer durchgeführten Verlosung waren wieder viele schöne Preise zu gewinnen. Einmütig waren alle der Meinung, dass es ein rundum gelungener Ausflug war, viele äußerten schon, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein./ mehr Fotos.....

Feuerwehrfest 2017

Fotos/Text: gb

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Verlegung des diesjährigen Feuerwehrfestes (früher Tag der offenen Tür) vom Frühherbst auf den Spätsommer hat sich offensichtlich bewährt.

Am 19. und 20 August feierte bei strahlendem Sonnenschein die Freiwillige Feuerwehr ihr diesjähriges Fest und viele Hettenhainer Bewohner waren ihre Gäste. Auch Wehren von anderen Orten waren dabei und alle genossen bei schöner Frühschopppenmusik mit Sven Lillig die Sonne, das leckere Essen und das frisch gezapfte Bier.

 

Erstmalig fand ein separater Weinstand statt, aus dem Peter und Claudia den bewährten Wein des allwöchentlichen Weinstandes anboten.

Ebenso wie die traditionelle Pizza am Samstagabend gab es dieses Jahr einen Favoriten: Das Personal des Grillstandes kam mit der Fertigung von Currywurst kaum nach!

 

Ein rundum gelungenes Fest, was natürlich ohne die Hilfe der zahlreichen Feuerwehrkameraden, der Feuerwehrmitglieder und sogar auch dem „Einsatz“ von Nichtmitgliedern nicht so erlebnisreich und professionell möglich gewesen wäre.

 

Vielen Dank an alle Helferinnen / Helfern und vor allem auch an alle, die an den beiden Tagen unsere Gäste waren./ mehr Fotos...

Foto: wita/Martin Fromme

Text: wita/ tst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Herz­bu­ben und Ker­be­mud­der

HEI­MAT­VER­EIN Aus­stel­lung im Het­ten­hai­ner Orts­ar­chiv weckt Er­in­ne­run­gen an jün­ge­re Ver­gan­gen­heit

 

HET­TEN­HAIN (tst). Char­lie Cha­plin hat eben­so schon die Het­ten­hai­ner Fast­nacht be­rei­chert wie die Wild­ecker Herz­bu­ben. Als der Hei­mat­ver­ein „Un­ser Het­ten­hain“ zum Tag der of­fe­nen Tür ein­lädt, sind sie al­le im Orts­ar­chiv zu be­wun­dern. Stäm­mi­ge Män­ner in Kit­tel­schür­zen la­chen von den Fo­tos. Et­was äl­ter sind die Bil­der, die als Schorn­stein­fe­ger und Scheich ver­klei­de­te Kin­der im Schnee zei­gen.

 

Es do­mi­nie­ren dies­mal aber nicht die schwarz-wei­ßen und die Se­pia-Tö­ne. „Wir sind in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit ge­blie­ben“, er­klärt der Ver­eins­vor­sit­zen­de und Orts­vor­ste­her Olaf Die­fen­bach. Noch in die­sem Jahr sind Auf­nah­men von den Dre­har­bei­ten für „Dol­les Dorf“ ent­stan­den, bei de­nen die Fern­seh­leu­te selbst in den Fo­kus ge­rückt sind, als sie mit Ka­me­ras und Mi­kro­fo­nen im Ein­satz wa­ren.

 

Schwim­men im ge­stau­ten Aar-Bach und Film­aben­de

Ein Se­nio­ren­aus­flug nach Bü­din­gen 2012 oder die Ak­ti­on „Sau­be­re Land­schaft“, an der sich im­mer vie­le Het­ten­hai­ner be­tei­li­gen: Es sind nicht die Haupt- und Staats­ak­tio­nen, son­dern die na­he­zu all­täg­li­chen Ver­an­stal­tun­gen im Stadt­teil, die in der Aus­stel­lung be­leuch­tet wer­den. Schwim­men im ge­stau­ten Aar-Bach, Film­aben­de für die Ju­gend und Dorf­platz­fes­te wa­ren schö­ne An­läs­se, um zu fo­to­gra­fie­ren.

Da­zwi­schen hängt in lo­cke­rer Fol­ge ei­ne Vo­ka­bel­lis­te für ei­nen „Het­te­hoo­ner Sprach­kurs“. „Da­mit wir die Ur­ein­woh­ner al­le ver­ste­hen“, wie Die­fen­bach sagt. „Dill­dabb“ und „Doll­boh­rer“ sind kei­ne Schmei­che­lei­en, das dürf­ten Neu­bür­ger rasch mer­ken. Da­zu wird er­läu­tert, wie in den 1990er-Jah­ren das Orts­wap­pen ent­stand und ro­tes Rad, Li­lie und Leo­pard sich ge­gen Schwal­be und grü­nen Hü­gel durch­setz­ten.

Der Bau ei­nes Re­gen­rück­hal­te­be­ckens in den Lang­wie­sen ist ein neu­es Pro­jekt, das do­ku­men­tiert wur­de. Samt der Zers­tö­run­gen, die das Bach­was­ser frü­her ver­ur­sach­te – ein Uni­mog im über­flu­te­ten Gras bleibt im Ge­dächt­nis des Be­trach­ters haf­ten. Dem er­sten folgt ein ge­naue­rer zwei­ter Blick und die Fra­ge: „Könn­te das die An­ne­ma­rie sein?“ Die in die­sem Fall bei der Kerb 1952 auf ei­nem Pferd rei­tet.

 

Die­se Ge­sprä­che vor den Fo­tos sind es­sen­ziell für die all­jähr­li­chen Ta­ge der of­fe­nen Tür im Orts­ar­chiv. Kaf­fee und Ku­chen, Ge­grill­tes so­wie ei­ne Ver­lo­sung mit Kar­ten für die Lan­des­gar­ten­schau als Preis la­den au­ßer­dem zum Ver­wei­len ein. Dem Hei­mat­ver­ein ist üb­ri­gens nicht ban­ge, dass das An­schau­ungs­ma­te­ri­al aus­ge­hen könn­te: Be­zif­fern las­se sich das nur in Gi­ga­by­te, nicht in Stück, meint Die­fen­bach.

Fahr­rad­kin­der und ge­schmück­te Trak­to­ren kün­den von der Kerb. „Ei­ne tol­le Zeit“, schwärmt der Vor­sit­zen­de, doch An­fang der 1990er-Jah­re ver­schwand die­se Tra­di­ti­on. Um­so reiz­vol­ler wir­ken nun die Bil­der von den Fei­ern­den: wie Ker­be­vad­der Bru­no Grö­ner, An­ja Die­fen­bach und Sil­via Lau­fer als Ker­be­mud­der und Mund­schenk un­ter schwar­zen Zy­lin­dern la­chen. Und im­mer gab es ein Um­zugs­mot­to, Schu­le bei­spiels­wei­se, bei dem Leh­rer Klein als Dou­ble mit Bar­ett und Pfei­fe mit­mar­schier­te.

Foto: wita/Martin Fromme

 

Un­er­müd­li­che Hei­mat­for­scher

GE­SCHICH­TE Ver­ein „Un­ser Het­ten­hain“ di­gi­ta­li­siert al­te Do­ku­men­te / Be­tei­li­gung am Dorf­le­ben wich­tig

 

Von Su­san­ne Stopp­el­bein

HET­TEN­HAIN. Man könn­te re­si­gnie­ren an­ge­sichts der vie­len Kar­tons mit his­to­ri­schen Ak­ten, die ei­nes Ta­ges ge­sich­tet und aus­ge­wer­tet wer­den sol­len. Nicht zu re­den von den un­zäh­li­gen Fo­to­al­ben mit ver­bli­che­nen Auf­nah­men aus dem Orts­le­ben ver­gan­ge­ner Jahr­zehn­te, die vor dem Scan­nen noch müh­sam her­aus­ge­löst wer­den müs­sen. Doch der har­te Kern des Hei­mat­ver­eins „Un­ser Het­ten­hain“ lässt sich bei sei­ner Rei­se durch die Dorf­ge­schich­te nicht beir­ren. Mo­nat­lich kom­men die eh­ren­amt­li­chen Hei­mat­kund­ler in ei­nem Kel­ler­raum des Kin­der­gar­tens für zwei Stun­den zu­sam­men und ma­chen wei­ter. Die Er­geb­nis­se wer­den ein­mal im Jahr bei ei­ner Aus­stel­lung prä­sen­tiert.

Der Schwer­punkt der Ar­beit lie­ge der­zeit auf Sor­tie­rung und Ar­chi­vie­rung der vor­hand­enen Fo­tos und Do­ku­men­te, er­klärt Vor­sit­zen­der Olaf Die­fen­bach. Vie­les fin­det da­heim am PC-Bild­schirm statt. Mit­tels Scan­ner, Lap­top oder Fo­to wird das Ma­te­ri­al kon­se­quent di­gi­ta­li­siert. „Da­durch ver­ein­facht sich das spä­te­re Su­chen er­heb­lich und al­les ist je­der­zeit re­pro­du­zier­bar“, freut sich Die­fen­bach. So wer­den et­wa aus Fo­to­al­ben Fo­to­bü­cher. Und die Ori­gi­na­le kön­nen den Ei­gen­tü­mern gleich zu­rück­ge­ge­ben wer­den. Der Ver­ein hat, auch mit­hil­fe von Spen­den, ei­ne Di­gi­ta­li­sie­rungs­sta­ti­on an­ge­schafft. Mit­strei­ter Mi­ke Lind­wors­ky hält die di­gi­ta­le Tech­nik am Lau­fen.

Jün­ge­re Ge­ne­ra­ti­on ist hin­zu­ge­sto­ßen

Ver­ar­bei­tet wer­den nicht nur Bil­der und Do­ku­men­te aus Nach­läs­sen oder Leih­ga­ben Het­ten­hai­ner Bür­ger. Auch die Ak­ten, Rech­nungs­bü­cher und Ur­kun­den der frü­he­ren selbst­stän­di­gen Ge­mein­de Het­ten­hain hat der Ver­ein un­ter sei­ne Fit­ti­che ge­nom­men. Er wur­de erst in die­sem Jahr ge­grün­det und zählt bis­lang sie­ben Mit­glie­der. Zu­vor hat­te man sich im Rah­men ei­nes Ar­beits­krei­ses ge­trof­fen. Die­ser war im Vor­feld der 800-Jahr­fei­er des Bad Schwal­ba­cher Stadt­teils im Jahr 1997 ent­stan­den. Ein Jahr spä­ter folg­te die er­ste Aus­stel­lung.

 

In­zwi­schen ist ei­ne jün­ge­re Ge­ne­ra­ti­on hin­zu­ge­sto­ßen, zu der auch Orts­vor­ste­her Olaf Die­fen­bach ge­hört. Sei­ne Mut­ter El­frie­de, Chris­ta von der He­ydt und Lo­ni Mühl­ber­ger, die von An­fang an da­bei ist, wid­men sich auch au­ßer­halb der mo­nat­li­chen Tref­fen ge­dul­dig der Mam­mut­auf­ga­be, die al­ten Fo­to­al­ben für die Di­gi­ta­li­sie­rung vor­zu­be­rei­ten. Sie sor­tie­ren die Mo­ti­ve, er­for­schen die Or­te und Na­men, be­fra­gen Zeit­zeu­gen und bit­ten die Dorf­be­woh­ner um Über­las­sung wei­te­rer Bild­samm­lun­gen.

Al­le Zei­tungs­ar­ti­kel wer­den ge­sam­melt

Die Samm­lung im Kel­ler des Kin­der­gar­tens um­fasst auch ein Orts­schild, das Lauf­werk der al­ten Schul­uhr oder den Stem­pel der al­ten Vieh­waa­ge. „Der Platz ist das Pro­blem“, weiß Olaf Die­fen­bach, „wir wür­den auch ger­ne al­te land­wirt­schaft­li­che Ge­rä­te er­hal­ten“. Die Hei­mat­kund­ler füh­ren das Het­ten­hai­ner Ster­be­buch wei­ter und sam­meln al­le Zei­tungs­ar­ti­kel, die das Dorf be­tref­fen. Re­gel­mä­ßig wird zu­dem das ak­tu­el­le Ge­sicht des Stadt­teils mit Fo­tos do­ku­men­tiert.

 

Raus aus dem Kel­ler wagt sich der Ver­ein mit ei­nem neu­en Pro­jekt: Er will die Fass­ade des al­ten Was­ser­re­ser­vo­irs an der Stra­ße zwi­schen Krei­sel und Het­ten­hain als In­for­ma­ti­ons­flä­che nutz­bar ma­chen. Ei­ne Ta­fel soll dort künf­tig auf die In­fras­truk­tur der Wan­der- und Rad­we­ge hin­wei­sen, ei­ne wei­te­re Ta­fel die Ge­schich­te des Dor­fes Het­ten­hain be­leuch­ten. „Wir möch­ten uns mit dem Hei­mat­ver­ein Het­ten­hain mehr am Orts­ge­sche­hen be­tei­li­gen“, sagt Die­fen­bach. An Ide­en man­ge­le es nicht, per­so­nel­le Ver­stär­kung wä­re je­doch ei­ne Vor­aus­set­zung.

Wich­tig ist den Hei­mat­freun­den auch der ei­ge­ne Bei­trag zu Dorf­le­ben und Ge­sel­lig­keit. Ein­mal im Jahr lädt man zum „Het­ten­hai­ner Treff“ ins Bürg­er­haus, be­treibt ei­nen Stand auf dem ört­li­chen Weih­nachts­markt und gibt ei­nen Ka­len­der mit al­ten An­sich­ten her­aus.

 

OF­FE­NE TÜ­REN

 

Beim dies­jäh­ri­gen Tag der of­fe­nen Tür am Sonn­tag, 27. Au­gust, will der Hei­mat­ver­ein „Un­ser Het­ten­hain“ wie­der vie­le Bil­der und Ori­gi­nal­do­ku­men­te prä­sen­tie­ren, die die Ver­än­de­run­gen im Ort in den jüngs­ten Jahr­zehn­ten zei­gen.

Ver­eins­fes­te und je­ne, die mit­ge­fei­ert ha­ben, sol­len eben­falls im Fo­kus ste­hen. Ge­fei­ert wird nach­mit­tags von 14 bis 18 Uhr nicht nur im Orts­ar­chiv, son­dern – so­fern das Wet­ter mit­spielt – auch im Au­ßen­be­reich des Kin­der­gar­tens „Stern­schnup­pe“. Kaf­fee und Ku­chen so­wie Ge­trän­ke und Würst­chen vom Grill wer­den an­ge­bo­ten.

 

Wiesbadener Tagblatt 02.08.2017

 

Hettenhainer Kinderfeuerwehr hat sich inzwischen etabliert und Pokale errungen

 

 

 

 

Foto: wita/Martin Fromme

Von Thorsten Stötzer

HETTENHAIN - Schnell werden Umleitungsschilder auf die Straße vor dem Hettenhainer Gerätehaus gestellt. Zwei Jungs schleppen eine Kübelspritze heran, die sie dank der Schwengel-Pumpe auf dem Dorfplatz direkt füllen können. Dass da Jungen und ein Mädchen üben, die erst im Grundschulalter sind, ist im Ort ein vertrautes Bild. Schließlich besteht die „Hettehooner Löschbande“ schon im dritten Jahr.

 

Eine Miniatur-Hausfassade aus Sperrholz steht einige Meter vor der Kübelspritze. Wer mit dem Wasserstrahl die Flammen in den Fenstern trifft, macht ihnen den Garaus, weil die Holzelemente nach hinten umklappen. Schlauch ausrollen, Leinenbeutel werfen und Knoten knüpfen stehen außerdem auf dem Plan. Das sind Teile einer Kinderfeuerwehr-Olympiade, bei der die Hettenhainer kürzlich erfolgreich waren.

 

Wadenbad im heimischen Dorfplatzbrunnen

Einen ersten und einen neunten Platz hat die Löschbande beim Wettkampf in Kemel errungen. Das brachte den Kindern einen Pokal ein und den Betreuerinnen ein Wadenbad im heimischen Dorfplatzbrunnen. Das war unzweifelhaft ein Höhepunkt in der Geschichte der Gruppe, deren Gründung aus dem April 2015 datiert. „Das ist damals ein Herzenswunsch von Jürgen Wink gewesen“, erzählt Conny Diefenbach. Beide bilden mit Birgit Wolf seither das Betreuerteam.

Nach Langenseifen waren die Hettenhainer seinerzeit der zweite Bad Schwalbacher Stadtteil mit einer Kinderfeuerwehr, inzwischen ist die Kernstadt als dritte dazugekommen. Die Verantwortung für die Grundschüler übernahm zum einen Conny Diefenbach, die Frau des Wehrführers Uwe Diefenbach, die mit dem Brandschutzwesen vorher noch wenig Kontakt hatte: „Ich lerne selbst noch mit“, bekennt die gelernte Arzthelferin. Birgit Wolf wiederum arbeitet in einer Apotheke.

Feuerwehr-Knowhow bringt vor allem Jürgen Wink ein, der aufgrund seines langen Engagements in der Brandschutzerziehung dem Nachwuchs aus dem Kindergarten bekannt ist. Mit zehn Kindern ging es los, heute sind es zwölf, und Neulinge werden nach den Sommerferien erwartet. Ein Junge ist mittlerweile in die Jugendfeuerwehr nach Bad Schwalbach gewechselt. Abgesprungen sei in der gesamten Zeit lediglich ein Mädchen, das dann doch lieber wieder reiten gehen wollte.

 

Betreuer und Kinder kennen sich von klein auf in Hettenhain. Oft sind Vater oder Opa Feuerwehrleute. Unterstützt von Helfern aus der Einsatzabteilung und ihrem Umfeld haben die Betreuer ihren Schützlingen einige Erlebnisse ermöglicht. Die Palette reicht von Wettkämpfen und dem Feuerwehr-Abzeichen Tatze über Besuche im Taunus-Wunderland und Eis essen gehen bis zu Ständen beim Weihnachtsmarkt. Auch haben die Kinder den Wald von Glasscherben befreit.

Feuerwehr- und Jugendarbeit machten jeweils die Hälfte der Aktivitäten aus, wenn sich die Kinder alle 14 Tage mittwochs treffen, schätzt Conny Diefenbach. Dabei seien die Sechs- bis Zehnjährigen „eher fixiert auf das Technische“. „Nicht so viel basteln, Conny“ – diesen Satz bekomme sie häufig zu hören. Ein Stuhlkreis erscheine ebenso als zu kindergartenhaft. Freude dürften dagegen Zukunftspläne auslösen wie Übungen der Kinder mit der Einsatzabteilung, womöglich gar an einem Unfallauto.

1. Weinstand in 2017 Freitag, 02. Juni von 18.00 - 22.00 Uhr

Aktionstag in Hettenhain am 01. April 2017

 

Der Ortsbeirat dankt allen Helferinnen und Helfer für ihre tatkräftige Unterstützung!

Fotos / Text: od

Ein Planschbecken im Bachbett

 

Am 01.04.2017 trafen sich 47!! Teilnehmer um sich beim „Aktionstag….unser Hettenhain“ wieder auf den Weg zu machen und die Wege um Hettenhain herum vom Unrat des letzten Jahres zu befreien.

Pünktlich um 10.00 Uhr brachen die beiden „Sammelteams“ mit ihren Traktoren und Anhängern auf. Gefolgt von einer großen Schar an Sammlerinnen und Sammlern waren die beiden großen Anhänger nach zwei Stunden gut gefüllt.

Diesmal gab es aber nicht nur die üblichen Leergutflaschen und Autoreifen, es wurde sogar ein Planschbecken aus dem Bach gezogen, welches den Bachlauf teilweise versperrte.

Ein weiteres  Team nutzte enthusiastisch die neue Kehrmaschine um den befestigten Seitenstreifen der K663 Richtung Aarstraße von altem Laub und Schmutz des Winters zu befreien.

Das dritte Team machte sich auf den Weg noch zwei Wegeschilder im Außenbereich des Ortes zu erneuern.

Nach getaner Arbeit trafen sich alle Helfer dann im Sportlerheim des 1.FC Hettenhain um sich bei Erbsensuppe und Würstchen wieder zu stärken. Die Sportler unterstützten die Aktion mit Helferinnen die sich (mit den eingespielten Ortsbeiratsfrauen zusammen) um das leibliche Wohl der Helfer kümmerten.

Schön war es auch, dass der Naturkindergarten Hettenhain sich mit einer Gruppe Kinder und Eltern an dieser Aktion beteiligt hat.

Vielen Dank noch einmal an alle freiwilligen Sammler/innen, Traktorfahrer und Köchinnen. Es ist in dieser Zeit nicht selbstverständlich, dass sich so viele Menschen zusammenfinden um eine solche Aktion durchzuführen, aber das ist eben Hettenhain!

1.04.2017 Wiesbadener Tagblatt

Hettenhain: Gemeinnütziger Verein übernimmt Organisation des Weintreffs

HETTENHAIN - (sus). Der Hettenhainer Weintreff am Dorfplatz wird ab diesem Jahr nicht mehr vom Ortsbeirat, sondern von einem Verein organisiert. Der kürzlich gegründete Verein „Hettenhain 1195“ – benannt nach dem Gründungsjahr des Ortes – will das kulturelle Zusammenleben in dem Bad Schwalbacher Stadtteil fördern. Es gehe darum, das dörfliche Miteinander mit Veranstaltungen am Leben zu halten, beschreibt Vorsitzender Mike Lindworsky das Vereinsziel.

Geld investieren für Verschönerungsmaßnahmen

Was dabei an Geld hereinkommt, soll wieder in den Ort investiert werden. Etwa für Verschönerungsmaßnahmen, in Abstimmung mit dem Ortsbeirat. Der Verein, der auch zukünftig auf die umfangreiche Unterstützung der Dorfbevölkerung hofft, ist als gemeinnützig anerkannt. Sämtliche Einnahmen kommen der Dorfgemeinschaft in Hettenhain zugute, wie der 47-jährige aktive Feuerwehrmann betont, der sich auch im Heimatverein engagiert.

Die sieben Gründungsmitglieder von Hettenhain 1195 wollen anknüpfen an die Initiativen des Hettenhainer Ortsbeirats zur Schaffung eines Treffpunktes in dem Ort, in dem es keine Gastwirtschaft mehr gibt. So wurde 2013 in Kooperation mit den Hettenhainer Vereinen der „Hettenhainer Treff“ ins Leben gerufen, um an unterschiedlichen Orten Geselligkeit zu schaffen: etwa im Sportlerheim, auf dem Dorfplatz oder im Bürgerhaus. Seit 2014 veranstalten die Ortsbeiratsmitglieder mit Unterstützung ihrer Familien den „Hettenhainer Weintreff“ am Dorfplatz – an warmen Sommerabenden ein echter Publikumsmagnet. Die Schankdienste hinter der Theke übernahmen auch etliche Nichtortsbeiratsmitglieder.

Dorfplatz als tragende Säule

Der sommerliche Treff auf dem Dorfplatz habe sich schnell zu einer der wichtigsten Veranstaltungen im Ort und so zu einer der tragenden Säulen der dörflichen Gemeinschaft entwickelt, erklärt Lindworsky. „Bereits die Kindergartenkinder verabreden sich für freitagabends zum Spielen auf dem Dorfplatz“, weiß er. Viele freiwillige Helfer hätten in den vergangenen drei Jahren den Ortsbeirat dabei unterstützt, sei es mit Standdienst oder auch während des Auf- und Abbaus, was zu einem großen Gemeinschaftsgefühl gegenüber des Projektes „Weinstand“ in der Bevölkerung geführt habe. Bei Hettenhain 1195 geht man davon aus, dass die Freiwilligen auch unter der neuen Regie ihren ehrenamtlichen Beitrag leisten. Der Verein kümmert sich um Organisatorisches wie Schankerlaubnis und die Genehmigung für die Absperrung des Dorfplatzes – letzteres auch, damit die Kinder sicher am Rande des Treffpunkts spielen können.

Der neue Verein sei auch gegründet worden, weil die Veranstaltung mittlerweile einen Umfang angenommen habe, der vom Ortsbeirat nicht mehr zu tragen sei, sagt Lindworsky. Zusätzlich zum Weinstand sollen zukünftig weitere Veranstaltungen folgen. „Die Ideen gehen uns so schnell nicht aus, das hat sich bereits bei der Gründungsversammlung gezeigt“, berichtet der Vorsitzende.

Die Eröffnung des Weinstands ist für den 2. Juni ab 18 Uhr geplant. Der Weinstand öffnet dann jeweils freitags in den Monaten Juni, Juli und August.

Am Freitag, den 17. Februar 2017 veranstaltete der „Heimatverein Unser Hettenhain“ im Bürgerhaus seinen diesjährigen Hettenhainer Treff.

Ein gelungener Abend, an dem wieder eine Bildervorführung stattfand, wo sich viele Gäste des Treffs wiedererkannten.

Angeboten wurde dieses Mal neben frisch gezapften Bier und antialkoholischen Getränken Kassler mit Sauerkraut, Leberkäs‘ und vieles mehr.

Aktuelle Veranstaltungen:

21.10.2017

Kürbisschnitzen / FFW

 

 

 

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