Hettenhain
Hettenhain

Foto: Thorsten Stötzer

29.12.2015 Wiesbadener Tagblatt

Von Thorsten Stötzer

HETTENHAIN - Hätte die Geschichte im Jahr 1712 einen anderen Lauf genommen, wäre heute wahrscheinlich „Bad Hettenhain“ weithin bekannt. Langenschwalbach hingegen besäße noch seinen alten Namen und fristete ein Schattendasein. Das folgert Ernst Jude daraus, dass vor 303 Jahren das Gerstruth-Tal mit seinen Quellen und Moorvorkommen offiziell von Hettenhain abgetrennt und Schwalbach zugesprochen wurde. Die 27. Grenzbegehung der Hettenhainer Feuerwehr bot einen willkommenen Anlass, um sich mit der Lokalgeschichte zu befassen.

Die Grenzstreitigkeiten seien ein „ewiges Ärgernis“ gewesen, so Jude, heute nehme man sie mit Gelassenheit und Humor. 1619 und 1658 unternahmen die Schwalbacher übrigens zu ihrem Vorteil alleine Grenzgänge, diesmal sind die Hettenhainer unterwegs mit großem Aufgebot. 57 Wanderer bewältigten – geführt von Uli Hofmann – die acht Kilometer lange Strecke. Über den Roten Stein ging es durch die Muhlmach ins Aartal, zum Alten Damm und zurück ins Gerätehaus, wo Eintopf mit Wursteinlage wartete.

Einwohner „in der Kreide“

Die Beteiligung war groß und nahe am Rekord von gut 70 Interessierten. Förderlich dürften der Sonnenschein und der Umstand gewesen sein, dass der Tag nach Weihnachten diesmal auf einen Sonntag fiel. Ernst Jude hatte erneut einige Kapitel aus der Ortsgeschichte aufbereitet, besonders befasste er sich mit den Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg. Damals war Hettenhain zweigeteilt, die Fürsten von Nassau und Hessen-Rheinfels besaßen Rechte am Dorf. Groß war die Armut noch 1667, als die Obrigkeit nur noch wenige Untertanen zählte, die jedoch die im Krieg aufgelaufenen Steuern begleichen sollten.

Die Einwohner standen buchstäblich „in der Kreide“, es folgten zahllose Prozesse. Geld war knapp und manch andere Pflichten belasteten die Bauern: Sie mussten etwa im Winter Spanndienste leisten und Heu oder Holz transportieren für die Fürsten. Dazu brach 1660 die Pest in Hettenhain aus. Die Zahl der Opfer sei nicht bekannt, erklärte Ernst Jude am Roten Stein, die Toten wurden in Bärstadt bestattet. „Es war keine ruhmreiche Zeit“, bedauerte er, denn bei der Suche nach Schuldigen für die Pest kamen Hexen-Prozesse auf und Juden gerieten in Verdacht.

Die Hettenhainer Zoll-Station an der Lauberstegmühle erscheint heute nur noch wie ein Kuriosum. Die seinerzeitigen, drückenden Abgaben erinnern inzwischen vor allem an die frühere deutsche Kleinstaaterei.

Der Lokalpatriotismus lebt dennoch fort. „Die Schwalbacher sind rücksichtslos in unser Gebiet eingedrungen“, schilderte Jude beispielsweise einen Vorfall von 1672. Das provozierte auch im Jahr 2015 irgendwie noch Unmut. Man solle weiter rechts, im Gerstruth-Tal, und nicht entlang der Rheinstraße weitermarschieren, schlug ein Teilnehmer vor, damit die historische und nicht die aktuelle Gemarkungsgrenze ordnungsgemäß abgeschritten werde.

Fotos: gb

Wiesbadener Tagblatt 28.10.2015

HETTENHAIN - (red). Viele Besucher konnte die Feuerwehr Hettenhain im mit Grabsteinen, Kreuzen, Särge und Spinnen dekorierten Bürgerhaus begrüßen. Aus rund 150 Kürbissen wurden schaurig bis lustige Halloweenkürbisse gezaubert, sogar Bürgermeister Martin Hußmann brachte mit einer Säge den Kürbis für seinen Vorgarten in Form. Besonders freuen sich die Hettenhainer immer über den Besuch der Senioren eines Altenpflegeheims in Bad Schwalbach, die vom Fahrdienst der Feuerwehr chauffiert wurden. Da die Arbeit mit dem Kürbis auch hungrig und durstig macht, gab es für die Besucher auch heiße und kalte Getränke sowie Kürbissuppe, Pommes und Brühwürstchen. Am Abend konnte jeder Besucher seinen eigens dekorierten Kürbis mit nach Hause nehmen, diese werden jetzt jeden Abend entzündet und die Hauseingänge und Vorgärten in Hettenhain und Umgebung verzieren.

Feuerwehr - Tag der offenen Tür 2015

Foto: wita/Martin Fromme

Wiesbadener Tagblatt 28.09.2015

 

Von Thorsten Stötzer

HETTENHAIN - Wer noch nicht weiß, was ein Zumischer ist oder ein Übergangsstück, der kann sich beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr in Hettenhain weiterbilden. Allerdings ist es selbst für Eingeweihte nicht einfach, die Zeichnungen zu deuten, die auf offener Straße mit einem Eddingstift, der an einem armlangen Stab hängt, auf ein Stück Raufaser-Tapete gemalt werden.

Es kommt bei dieser Übung aber auch nicht um technische Details an, vielmehr ist die Aufgabe Teil einer lustigen Feuerwehr-Olympiade für Vierer-Teams. In deren Rahmen steht weiterhin ein Quiz auf dem Programm. Zudem sollen die Teilnehmer Tischtennis-Bällchen in Kaffeetassen werfen – bei jedem Fehlversuch müssen die Mitstreiter auf der Stelle vier Kniebeugen vollführen.

 

Im Ernstfall nicht zögern

 

Neben dem Spaß und der Geselligkeit nutzen die Hettenhainer Brandschützer ihr Fest, um die Bevölkerung zu informieren und praktisch zu schulen. So beginnt die Veranstaltung mit einem Feuerlöschtraining für Laien. „Die Scheu vor dem Löschmittel soll verloren gehen“, damit im Ernstfall niemand zögert, zum Gerät zu greifen, erklärt Wehrführer Uwe Diefenbach zum Hintergrund. Die Bürger dürfen alle selbst eine Gasflamme löschen. „Das kann im Prinzip jeder“, macht Diefenbach Mut, rund zehn Interessierte nutzen die Gelegenheit. Wer sich sonst noch näher für das Feuerwehrwesen interessiert, kann das Löschfahrzeug besichtigen, das seit Mai in Hettenhain stationiert ist.

 

Daneben ist ein vor Ort ausgebauter Anhänger zu sehen, auf dem zwei Tragkraftspritzen, Stromaggregat, Wassersauger und Beleuchtungsanlage Platz finden. Dies soll helfen, wenn bei Hochwasser, Unwettern oder anderen Gefahrenlagen rasch mobile Pumpen benötigt werden, erläutert der Wehrführer.

 

Musik, Essen und Getränke zählen natürlich ebenso zu diesem Fest der Feuerwehr, das von gutem Wetter profitiert. Mancher erprobt sein Geschick beim Wettnageln, während gegrillt und frittiert wird. Ein besonderes Angebot macht die neue Kinderfeuerwehr: Sie verkauft Schaumküsse an ihrem Tisch.

 

Überhaupt steht der Nachwuchs stark im Fokus. Jürgen Wink lädt zum Kasperle-Theater ein und präsentiert, was er sonst noch in der Brandschutzerziehung verwendet. Daher hat er die Handpuppe Bert dabei, die bereits seit 2003 im Einsatz ist. Das Modell eines Brandhauses mit Rauchgenerator dient ihm dazu, elementare Leitsätze zu vermitteln wie „raus aus dem Zimmer und Tür zu“. Wie ein Notruf richtig abgesetzt wird, ist außerdem ein großes Thema bei der Brandschutzerziehung. Beim Tag der offenen Tür ist deswegen vielfach die Nummer 112 zu sehen auf Koffern, Bausteinen oder Telefonhörern. Wink beschäftigt sich gezielt mit den Vorschuljahrgängen in der Stadt, am Ende erhalten die Kinder eine Urkunde von ihm. „Für mich steht fest: Zündeln ist uncool“, steht darauf.

Heimatverein "unser Hettenhain" - Ausstellung 2015

Fotos und Text: od

Bei gutem Wetter fand die erste Ausstellung des Heimatverein „unser Hettenhain“ statt.

Viele Besucher kamen um sich die ausgestellten Bilder anzuschauen und etwas in der Vergangenheit zu schwelgen oder (etwas erstaunt) festzustellen was vor 50 Jahren alles noch nicht bebaut war.

Im Außenbereich des Ortsarchives boten die aufgestellten Pavillons eine gute Möglichkeit sich niederzulassen, etwas zu essen und zu trinken und nebenbei das gesehene zu diskutieren oder sich die Bildershow  auf dem aufgestellten Monitor anzuschauen.

 

 

Wir möchten uns bei allen Besuchern herzlich bedanken und hoffen auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Seniorenfahrt Hettenhain 2015

 

 

 

 

 

 

 

Text: wg

Mit dem „Ebbelwei-Express“ durch Frankfurt

 

Viel Zeit vor Ort sowohl  in Frankfurt als auch in Bad Vilbel hatten die Teilnehmer

der vom Ortsbeirat  veranstalteten  Seniorenfahrt am 6. September 2015. 

 

Auf der Fahrt nach Frankfurt und während der durch Umleitungen bedingten langen Suche nach einem geeigneten Parkplatz konnte unser Busfahrer Edgar mit profunden Kenntnissen der Stadt-Architektur aufwarten und nahm dadurch viele Informationen der anschließenden Stadtrundfahrt im „Ebbelwei-Express“ vorweg.

 

In der bunt bemalten Straßenbahn  erfuhren wir aber zusätzlich, vorgetragen von einem freundlichen Stadtführer und nur unterbrochen von häufigem lauten Quietschen der Bremsen, viel aus Frankfurts Geschichte und unterhaltsame Geschichten. Beim Ertönen des Gassenhauers „Die Fraa Rauscher aus de Klappergass“ hatten die meisten den Text parat und sangen mit.

Achtung: Doppelsinn, was die Beul am Ei betrifft!

Es muss nit unbedingt dere ihrn Alde gewese sei.Es kennt aach de Rauscher (junger Ebbelwei) oder de Alde (fertiger Ebbelwei) gewese sei,der des Fraasche uff die Gass niedergemeht hot.

Vom kostenlosen Angebot verschiedener Apfelweinsorten im „Ebbelwei-Express“ machten nur wenige Gebrauch. Es hätte da schon ein heißer Apfelwein sein müssen. Vier Wochen zuvor, bei der großen Hitze, wäre das ein schönes Angebot gewesen.

 

Aber jetzt machte sich bei den meisten von uns Hunger breit.

Denn unser traditionelles Zweites Frühstück fand diesmal erst in der Mittagszeit statt. Dank Edgars Spürsinn und Einparkkünsten  direkt am Mainufer, mit Blick auf den Eisernen Steg. Ein sehr schöner Platz für ein Picknick.

Jetzt kam der große Auftritt unseres  Ortsbeirats! Das ging so zackzack. Tische aufgebaut und Essen und Trinken präsentiert. Wir kennen das zwar und  erwarten es mittlerweile, aber es ist doch eine schöne Verwöhnung.

 

Die jammernden leeren Mägen besänftigt, ging es dann weiter nach Bad Vilbel. Hier stand die Zeit bis zur Abfahrt zur freien Verfügung. Es lohnte sich der Besuch des Brunnen- und Bädermuseums, und im schönen Kurpark war in einem Glaspavillon die Rekonstruktion eines 33 qm großen römischen Mosaiks  zu besichtigen. Zu unserer Überraschung begrüßte uns der ehemalige „Hettehooner“ Hans Engel , der vor einigen Jahren zu seiner Tochter in die Nähe von Bad Vilbel gezogen war, am Bus. Ein weiterer „Bekannter“, nämlich der Arzt Tabernaemontanus, tauchte  bei einem Stadtrundgang auf. Allerdings nur als Name auf einem Straßenschild. Bad Vilbel hat einen Weg nach ihm benannt. Auf dem Straßenschild steht der schöne Satz:  „Der Arzt empfahl 1569 das Fülfeler Wasser gegen die Leibsblödigkeit.“

 

Das Abendessen in der „Frankfurter Äpfelwein Botschaft“ in Frankfurt-Rödelheim hat hoffentlich bei niemandem eine Leibsblödigkeit hervorgerufen.

Zumindest war auf der Rückreise die Stimmung gelöst. Der von vielen aus dem Bus heraus beobachtete, dramatisch schöne Himmel kurz vor Sonnenuntergang nötigte einem Teilnehmer die Bemerkung ab: „Dodefür habbe se Geld!“ Zum Schluss also noch ein Lacher und ein "Geschenk"! des Himmels an einem schönen Seniorenausflug.                                                                                                 

Foto wita/Martin Fromme

Wiesbadener Tagblatt 03.09.2015

 

Von Susanne Stoppelbein

HETTENHAIN - Ein Dutzend Kinder spielt auf der abgesperrten Straße vor dem Feuerwehrgerätehaus. Gegenüber haben sich die Hettenhainer ein lauschiges Plätzchen geschaffen. Vor allem in den Sommermonaten. Dann wird der Dorfplatz jeden Freitagabend zum Weintreff – eine Initiative des Ortsbeirats. „Wohin soll man abends sonst hingehen mit Kindern?“, fragt Ortsvorsteherin Ingrid Bär.

 

Garage als Unterstand

 

Acht Beistelltische mit rot karierten Tischdecken und Windlichtern stehen bereit. Drei Dutzend Erwachsene sitzen an diesem angenehmen Sommerabend dort, man unterhält sich und genießt ein Glas Wein. An der Holzhütte hängt die Speisekarte, nebst einem Schild, wer heute den ehrenamtlichen Ausschank übernommen hat: die Familien Becker und Burg. Ralf, Ben und Babette Becker sowie Sebastian und Michaela Burg machen sich gut gelaunt hinter der Theke zu schaffen. Karten und Schilder hat Ortsbeiratsmitglied Gerhard Bieler gemacht, so wie fast alles rund um den weinseligen Bürgertreff. Sein Grundstück grenzt an den Dorfplatz, und so dient seine Garage als Unterstand für dies und das. Auch die Infrastruktur der Feuerwehr, bei der Bieler Mitglied ist, steht für den Weintreff zur Verfügung: Toiletten, Wasser, ein Teil des Equipments. Manches hat der Ortsbeirat auch angeschafft. Die Kühlung des Bürgerhauses ist ein weiterer Baustein der Infrastruktur.

Die Holzhütte für den Ausschank ist eine Leihgabe der Feuerwehr. Zum Dank hat Bieler sie jetzt neu gestrichen. Zusammen mit seiner Frau Sigrid besorgt er Getränke und Speisen für den Weintreff, diesmal gibt es zusätzlich von den beiden Wirtsfamilien gestifteten Handkäs’. Die Helfer in der Holzbude gehen außerdem üblicherweise beim Auf- und Abbau zur Hand. Um punkt 22 Uhr läutet Bieler eine Glocke als Zeichen zum Aufbruch. Man will die übrigen Nachbarn nicht ungebührlich lange belästigen. „Es ist wichtig, dass um 22 Uhr jeder ein bisschen mit anpackt“, weiß Bieler. Dass dann „Schluss sein muss mit lustig“ haben die Organisatoren auf Zetteln an jedem Tisch ausgelegt. „Es wäre schade, wenn der Weinstand wegen Lärmbelästigungen künftig nicht mehr fortgeführt werden könnte“, steht darauf. Probleme gab es aber offenbar noch nicht.

Ohnehin sind viele Hettenhainer freitagsabends am Dorfplatz, falls nicht eine andere Veranstaltung im Stadtteil ist. Dann fällt der Weintreff aus, um den andern Veranstaltern keine Konkurrenz zu machen.

Bis zu 70 Gäste an einem Abend haben Bieler und Ortsvorsteherin Ingrid Bär in diesem regenarmen Sommer schon gezählt. Auch die ehrenamtlichen Mundschenke stehen schon fast Schlange. Die Helfer-Liste mit den Ausschankterminen sei „in acht Minuten“ voll gewesen, als sie beim ersten Weintreff im Juni ausgelegt wurde, berichtet Bieler. „Nächstes Jahr wird es noch leichter.“

Letzter Treff am Freitag

Der Dorfplatz ist über die Jahre verschönert worden, mal mit Mitteln aus dem Kreisprogramm Zukunft Dorfmitte, mal von Nachbar Bieler. Der hat auch die einem Ortsschild nachempfundene Tafel „Dorfplatz Hettenhain“ aufgestellt, ebenso die Litfaßsäule, die er mit Terminen im Ort bestückt. „Der Dorfplatz lebt“, stellt die Ortsvorsteherin zufrieden fest. Für 2015 hat sie über „Zukunft Dorfmitte“ Mittel für eine Telefonzellenbücherei beantragt.

Am Freitag, 4. September, ist der letzte Weintreff für dieses Jahr, Beginn ist um 18 Uhr.

Foto: wita/Martin Fromme

Wiesbadener Kurier 25.08.15

 

Von Thorsten Stötzer

HETTENHAIN - Der „Spar-Jupp“ steht in einem weißen Kittel zwischen seinen Regalen. Josef Wolf ist eigentlich der korrekte Name des Inhabers des ehemaligen Hettenhainer Einzelhandelsladens. Doch es stellt sich sofort etwas Vertrauliches ein beim Betrachten der alten Bilder. Die „Cola-Limonade-Ecke“ kommt Olaf Diefenbach in den Sinn und der Blick als Kind auf das Süßwaren-Angebot.

Die Fotos vom „Spar-Jupp“ sind Teil einer Ausstellung, die der „Heimatverein Unser Hettenhain“ jetzt gezeigt hat. „Wir haben eine Unmenge Bilder in unserem Fundus“, erklärt Diefenbach als Vorsitzender des nicht offiziell eingetragenen Heimatvereins. Andere Aufnahmen steuerte die Familie Beyersdörfer bei. „Ziel war es, das für Hettenhain zu erhalten“, betont Olaf Diefenbach.

 

Bildmaterial digitalisiert

So machte sich der 2014 gebildete Verein daran, das Archiv zu sichern, das ansonsten an die Stadt Bad Schwalbach übergegangen wäre. Vorher existierte ein Arbeitskreis zur Dorfgeschichte in Hettenhain. Der neue Verein wollte nun einen Neustart wagen und ging daran, das Bildmaterial zu digitalisieren. So war es schließlich möglich, eine alte Ausstellungstradition wieder zu beleben. Die Schau mit historischen und aktuellen Fotos ist nach Straßen aufgebaut. Jeder Betrachter kann alte und neue Ansichten leicht vergleichen. So hingen in der Talstraße einst Kino-Plakate für Streifen wie den „Mörderclub von Brooklyn“. Bis in die Zwischenkriegszeit reichen andere Impressionen zurück. Postkarten präsentieren die frühere Gastronomie von „Weide“, „Kogge“ und „Berghof“.

In der ehemaligen Pension „Zur Weide“ wohnt der 1971 geboren Olaf Diefenbach heute. „Da hat das öffentliche Leben stattgefunden, als es noch kein Bürgerhaus gab“, erzählt er. Sein Großvater war der Wirt, und wie die Aufnahmen dokumentieren, versammelten sich Feuerwehrkameraden dort in Uniform und manchmal ragt ein Zweig des Weihnachtsbaums in der Gaststube in den Bildausschnitt.

 

Monatliche Treffen

Die alte Schule, Luftbilder und die Dreschhalle, die nach einem Sturm einstürzte, sind andere Themen der Ausstellung. Das Denkmal am Dorfplatz ist zu sehen und die in den 1950er-Jahren errichtete katholische Kirche. Das Spektrum erstreckt sich zeitlich bis in die jüngste Vergangenheit, als Neubaugebiete entstanden wie zuerst der Hamsterweg und später der Aarblick.

Wo zunächst noch ein Kälbchen grast, füllen anschließend Bagger und halb fertige Dachstühle die Fotos. Mit solchen Eindrücken möchte Diefenbach auch Zugezogene, die in den neuen Straßen leben, für den Heimatverein interessieren. Seit den Anfängen ist dessen Mitgliederzahl von vier auf sieben gewachsen. An jedem letzten Donnerstag eines Monats um 18.30 Uhr treffen sich die Aktiven im Tiefparterre des Kindergartens.

Neue Pläne sind bereits spruchreif: Gerade ist ein Aufkleber mit dem Slogan „Ich bin en Hettehooner“ herausgekommen. Ein Kalender für 2016 soll Bilder zum Vergleichen aus dem Dorf bieten – genauso wie die Ausstellung, die mit Bewirtung und Bänken im Freien sich nach außen hin öffnet.

Hettenhainer Dorfplatzfest

Sonntag, 19.07.2015

(ib)Beim diesjährigen Hettenhainer Dorfplatzfest, das vom Ortsbeirat organisiert wird, war der besondere Event das „Baumklettern an den Linden am Dorfplatz“.

Möglich war dieses kostenlose Erlebnis durch die ortsansässige Firma „SEILTECHNIK BURG“.

Mit sogenannten Tree-Monkeys (transportablen Klettergriffen) wurde die Linde kurzfristig mit Hilfe der erfahrenen Baumkletterer Michaela und Sebastian Burg zu einem ganz persönlichen Kletterparcours.

Am Tag vor der Veranstaltung wurde der obere Teil des Baumstammes mit  den Tree-Monkeys-Haltegriffen mit Hilfe von Spanngurten am Baum angebracht. Der untere Teil wurde aus Sicherheitsgründen erst am Sonntagmorgen angebracht.

Es war ein besonderes Bild, das sich den Gästen beim Besuch des Dorfplatzes bot. Ein Lindenstamm bunt umrahmt.  Auch für die Nichtkletterer war es etwas Besonderes beim Klettern zuzuschauen. Oben angekommen, machte das Läuten einer Glocke den Erfolg für Alle hörbar.

Der Geschäftsführer der Landesgartenschau, Herr Michael Falk, der mit seiner 8 jährigen Tochter, einer sicheren und geübten Kletterin,  das Dorfplatzfest besuchte nahm Baumklettern als Anregung für die LGS und als nachhaltiges Projekt mit.  

Von 11.00 – 17.00 Uhr wurden ca. 40 Durchgänge gezählt. So manches Mal war es auch ein Papa, der seinem Sohn zeigte, dass „Mann“  sich vertrauensvoll in die Hände einer Frau begeben kann.

Dank der Hilfe der Partnerinnen der Ortsbeiratsmitglieder, unserem betreuenden Magistratsmitglied mit Ehemann, der FFW und den vielen Kuchenspenden unserer Mitbürger war es auch in diesem Jahr ein gelungenes Fest. Ein Fest mit einem besonderen Event! Herzlichen Dank der Firma SEILTECHNIK BURG!

10 jähriges Jubiläum und Meistertitel für die Frauen!

 

Besser kann man sein Jubiläum nicht feiern!

Herzlichen Glückwunsch!

 

(ib)Heute, 06.06.15 feiert der 1.FC Hettenhain 10 Jahre Frauenfußball. Begonnen hat die Veranstaltung um 17:00 Uhr mit dem Saisonendspiel zwischen den Topmann-schaften der Kreisoberliga Wiesbaden um den Meistertitel.

 

1.FC Hettenhain gegen SC Klarenthal

 

Bei herrlichem Wetter blieb es für die zahlreichen Besucher bis zur letzten Minute bzw. Nachspielminuten! spannend. Nach einem 2:1 Sieg, und damit den Meistertitel für den 1.FC Hettenhain, schloss das offizielle Programm an.

Volker Diefenbach (Vorsitzender des 1.FC) und einige Spielerinnen gaben einen interessanten und kurzweiligen Rückblick der vergangen 10 Jahre.

Freitag, 05.06.15

(ib)Der Auftakt zum diesjährigen „Hettenhainer Weintreff“

war ein voller Erfolg!

Ca. 70 Personen ließen es sich bei herrlichem Wetter gutgehen. Es ist sehr gemütlich, nette Leute, tolle Unterhaltung und gute Weine, was will man mehr?

Bis zum 04.09.15 gibt es freitags die Möglichkeit zu einem geselligen Beisammensein am Dorfplatz. Bei schlechtem Wetter oder einer  Veranstaltung im Ort bleibt der Weinstand geschlossen.

Dank der guten Organisation von Gerhard Bieler ist die „Dienstliste“ aller geplanten Weintreffs bereits gefüllt.  Herzlichen Dank allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern die den Ortsbeirat durch ihren Einsatz unterstützen.

Neues Fahrzeug für die Bürger!

Kein Fahrzeug für die Wehr, sondern ein Fahrzeug für die Bürger!

Mittwoch, 03.06.15

(ib)Allgemeine Freude herrschte am Mittwoch in unserem Ort, denn Jürgen Steinemer (stellv. Wehrführer), Kai Bayer (stellv. Stadtbrand-inspektor), Andreas Thorn (Jugendwart) Cornelius Thölken (Fahrzeugwart) und Jürgen Wink (Fahrzeugwart) hatten das neue Fahrzeug in Ulm vom Hersteller Magirus abgeholt und trafen damit gegen 20.00 Uhr am Gerätehaus ein. Aus beruflichen Gründen musste unser Wehrführer Uwe Diefenbach die Fahrt nach Ulm kurzfristig mit „ blutendem Herzen“ absagen. Vor Ankunft in Hettenhain stieg er jedoch zu seinen Kameraden ins Fahrzeug und fuhr es zum Dorfplatz.

 

Das neue Feuerwehrauto wurde von den Bürgern ausgiebig besichtigt und die Ausstattung wurde ihnen ausführlich erklärt. Die Kinder durften ins Führerhaus klettern, das Blaulicht wurde eingeschaltet, für sie war das alles sehr aufregend. Sicherlich wird der eine oder andere Bub oder Mädchen einmal ein Feuerwehrmann, bzw. eine Feuerwehrfrau werden. Einige von ihnen sind ja schon seit April in der neu gegründeten Kinderfeuerwehr.

 

Das neue Fahrzeug ein MLF – Mittleres Löschfahrzeug – mit Staffelbesatzung 1/5 ( 6 Personen) hat u.a. im Vergleich zum alten TSF (Tragkraftspritzen-fahrzeug) einen Löschwasserbehälter mit einer nutzbaren Wassermenge von 1000L, eine Schnellangriffseinrichtung für Wasser, ein Stromaggregat, Atemschutz in der Kabine und einen Lichtmast.

 

Das TSF wurde 25 Jahre von Jürgen Wink gehegt und gepflegt. Er wird zusammen mit Cornelius Thölken als Fahrzeugwart nun für den MLF zuständig sein.

Die feierliche Einweihung des Fahrzeuges wird am 28. Juni um 12.00 Uhr stattfinden, an der sicher viele Bürger teilnehmen werden.

Foto: Thorsten Stötzer

29.12.2015 Wiesbadener Tagblatt

Von Thorsten Stötzer

HETTENHAIN - Hätte die Geschichte im Jahr 1712 einen anderen Lauf genommen, wäre heute wahrscheinlich „Bad Hettenhain“ weithin bekannt. Langenschwalbach hingegen besäße noch seinen alten Namen und fristete ein Schattendasein. Das folgert Ernst Jude daraus, dass vor 303 Jahren das Gerstruth-Tal mit seinen Quellen und Moorvorkommen offiziell von Hettenhain abgetrennt und Schwalbach zugesprochen wurde. Die 27. Grenzbegehung der Hettenhainer Feuerwehr bot einen willkommenen Anlass, um sich mit der Lokalgeschichte zu befassen.

Die Grenzstreitigkeiten seien ein „ewiges Ärgernis“ gewesen, so Jude, heute nehme man sie mit Gelassenheit und Humor. 1619 und 1658 unternahmen die Schwalbacher übrigens zu ihrem Vorteil alleine Grenzgänge, diesmal sind die Hettenhainer unterwegs mit großem Aufgebot. 57 Wanderer bewältigten – geführt von Uli Hofmann – die acht Kilometer lange Strecke. Über den Roten Stein ging es durch die Muhlmach ins Aartal, zum Alten Damm und zurück ins Gerätehaus, wo Eintopf mit Wursteinlage wartete.

Einwohner „in der Kreide“

Die Beteiligung war groß und nahe am Rekord von gut 70 Interessierten. Förderlich dürften der Sonnenschein und der Umstand gewesen sein, dass der Tag nach Weihnachten diesmal auf einen Sonntag fiel. Ernst Jude hatte erneut einige Kapitel aus der Ortsgeschichte aufbereitet, besonders befasste er sich mit den Jahrzehnten nach dem Dreißigjährigen Krieg. Damals war Hettenhain zweigeteilt, die Fürsten von Nassau und Hessen-Rheinfels besaßen Rechte am Dorf. Groß war die Armut noch 1667, als die Obrigkeit nur noch wenige Untertanen zählte, die jedoch die im Krieg aufgelaufenen Steuern begleichen sollten.

Die Einwohner standen buchstäblich „in der Kreide“, es folgten zahllose Prozesse. Geld war knapp und manch andere Pflichten belasteten die Bauern: Sie mussten etwa im Winter Spanndienste leisten und Heu oder Holz transportieren für die Fürsten. Dazu brach 1660 die Pest in Hettenhain aus. Die Zahl der Opfer sei nicht bekannt, erklärte Ernst Jude am Roten Stein, die Toten wurden in Bärstadt bestattet. „Es war keine ruhmreiche Zeit“, bedauerte er, denn bei der Suche nach Schuldigen für die Pest kamen Hexen-Prozesse auf und Juden gerieten in Verdacht.

Die Hettenhainer Zoll-Station an der Lauberstegmühle erscheint heute nur noch wie ein Kuriosum. Die seinerzeitigen, drückenden Abgaben erinnern inzwischen vor allem an die frühere deutsche Kleinstaaterei.

Der Lokalpatriotismus lebt dennoch fort. „Die Schwalbacher sind rücksichtslos in unser Gebiet eingedrungen“, schilderte Jude beispielsweise einen Vorfall von 1672. Das provozierte auch im Jahr 2015 irgendwie noch Unmut. Man solle weiter rechts, im Gerstruth-Tal, und nicht entlang der Rheinstraße weitermarschieren, schlug ein Teilnehmer vor, damit die historische und nicht die aktuelle Gemarkungsgrenze ordnungsgemäß abgeschritten werde.

Wiesbadener Tagblatt - 28.05.15

Von Thorsten Stötzer

HETTENHAIN - Die Rufbus-Haltestelle am Bürgerhaus in Hettenhain wird stark frequentiert, doch wer dort wartet, muss je nach Wetterlage in Wind und Regen herumstehen. Das soll sich aber bald ändern. Der Ortsbeirat plant, mithilfe des Kreisprogramms Zukunft Dorfmitte ein Bushäuschen zu errichten und hat dafür bereits einen Standort etwas unterhalb des Haltstellenschildes ausgesucht.

Dort wird das Wartehäuschen später etwas abseits der großen Fenster des Bürgerhauses stehen, erläutert der stellvertretende Ortsvorsteher Olaf Diefenbach. Die Holzkonstruktion dafür muss übrigens gar nicht erst gezimmert werden, sondern ist bereits vorhanden. „Das ist das ehemalige Dach von unserer Viehwaage“, die – mittlerweile neu hergerichtet – gegenüber dem Feuerwehr-Gerätehaus zu sehen ist.

 

Fundament aus Beton

 

Am Bürgerhaus wollen Helfer demnächst beginnen, in der kleinen Böschung hinter dem Gehweg auszuschachten. Das Buswartehäuschen soll ein Betonfundament erhalten, es sollen Platten oder Pflaster verlegt werden, erklärt Diefenbach, der als gelernter Tischler-Meister selbst handwerklichen Sachverstand einbringt. Eine Glasverkleidung ist weiterhin vorgesehen und „dann kommt eine kleine Sitzgelegenheit rein“. Der Ortsbeirat freut sich über 1000 Euro aus der Zukunft Dorfmitte für dieses Projekt. Die gleiche Summe fließt für eine zweite Maßnahme nach Hettenhain, deren Träger ebenfalls der Ortsbeirat ist. Eine Beschilderung soll künftig Wanderern und Radfahrern den Weg weisen, und zwar im Ort und darüber hinaus zu wichtigen Verbindungen in Richtung Wambach, Seitzenhahn und Aartal.

„Wir wollen Verknüpfungen herstellen“, erklärt Diefenbach, Wanderwege-Projekte im Rahmen des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes (IKEK) korrespondieren weiterhin mit dem Vorhaben. Sechs Schilder auf Metallrohren werden wohl genügen, meint Diefenbach. Wetterbeständige Aluminium-Ausführungen mit einer Lackierung sollen gewährleisten, dass die Hinweisschilder lange halten werden.

 

„Mobile Helferschaft“

 

Was die im Zuge der Förderung durch die Zukunft Dorfmitte nötigen Eigenleistungen anbelangt, ist Diefenbach sehr zuversichtlich. „Wir haben eine recht mobile Helferschaft“, berichtet er. Die reiche von der Alters- und Ehrenabteilung der Feuerwehr bis zu Bürgern ohne Vereinsbindungen, mit 15 Leuten sei immer zu rechnen. Eventuell gingen auch Spenden ein oder Firmen und die Jagdgenossenschaft unterstützten die Arbeit.

So wollen die Helfer jetzt am Bürgerhaus und an den Wegekreuzungen in nächster Zeit ans Werk gehen. „Das wird jetzt Stück für Stück gemacht“, kündigt Olaf Diefenbach an. Im Sommer, so hofft er, könnten dann bereits die beiden aus der Zukunft Dorfmitte geförderten Projekte fertiggestellt werden.

Am 23.08.2015 findet nach langer Pause wieder eine Ausstellung im Ortsarchiv statt.

 

820 Jahre Hettenhain –damals und heute!

 

Es gibt Kaffee und Kuchen, sowie durstlöschende Getränke und Würstchen vom Grill.

 

Das Fest wird nicht nur im Ortsarchiv stattfinden, sondern auch Im Außenbereich vor dem Kiga -Gelände, damit auch das (hoffentlich schöne) Wetter nach der Besichtigung genossen werden kann und sich noch angeregt über das Gesehene ausgetauscht werden kann.

 

Es werden verschiedene Ansichten ausgestellt die die Veränderungen der letzten Jahrzehnte  in unserem Ort verdeutlichen. Die Entwicklung des „alten Ortskernes“, sowie die Entstehung der beiden „Neubaugebiete“ werden mit vielen Bildern zu sehen sein.

Hettehooner Löschbande - unsere Feuerwehr gründet eine Kindergruppe

 

Erstes Treffen der Kinderfeuerwehr...mehr lesen

Aktion saubere Landschaft 2015

(ib)Insgesamt 49 Teilnehmer sammelten ca. 2,5 Stunden den Müll rund um Hettenhain ein. Auf der Aktionsliste stand u.a. auch die Säuberung des Bushaltestellendaches. Zu den besonderen Funden gehörte ein Führerschein und ein Verkehrs-hinweisschild.

Über die   Müllentsorgung  (diverse Elektroartikel etc.) hinter der Sammelstelle des Grünschnittes war der Ortsbeirat sehr verärgert!

Nach getaner Arbeit versammelten sich Alle im Sportlerheim, wo die  

Frauen der Ortsbeiratsmitglieder Linsensuppe mit Würstchen und Getränke vorbereitet hatten.

Der Ortsbeirat freut sich über die rege Teilnahme und dankt allen Helferinnen und Helfer für ihre Unterstützung!

Aktuelle Veranstaltungen:

 

Weihnachtsmarkt 02.12.2017

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Seniorenweihnachtsfeier 10.12.2017

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Eisbahn für die Hettenhainer Kids 17.12.2017

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Hettenhainer Kalender 2018

 

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