Hettenhain
Hettenhain

Die Entstehung des Ortes

 

Menschen gab es schon sehr früh in unserer Region, wie uns die Funde aus der Eiszeit zeigen.

Aber auch aus der Zeit 2000 bis 1000 v. Chr., als man in die Kulturen der Bronce- und Eisenzeit überging, liegen viele Zeugnisse der menschlichen Besiedlung vor.

Nachdem im vierten Jahrhundert v. Chr. die Kelten, die von den Römern auch Gallier genannt wurden, unseren Raum besiedelten, kam es dann auch zu den ersten Ansiedlungen, da die Kelten seßhafte Ackerbauern und Händler waren.

Aber so weit kann man mit der Entstehung Hettenhains nicht zurück greifen.

Der Ursprung der Gründung ist vielmehr in dem achten bis elften Jahrhundert zu suchen, als man mit der vierten Siedlungswelle den Ackerbau in den Wald vortrieb.

Die in dieser Zeit gegründeten Siedlungen beinhalten in ihrem Namen die Endungen „hagen oder hain“.

Hidenhagen, so lautete die erste schriftliche Erwähnung und bedeutet soviel wie „Hagen des Hido“ oder des „Hadenbracht“, was wiederum auf die Gründersippe oder deren Oberhaupt schließen läßt.

So ist es ohne weiteres möglich, das Hettenhain im Zuge der Gründung des Klosters Bleidenstadt entstanden ist, da es zudem in der Terminei, d.h. in den Grenzen, des Klosters gelegen war.

Der Name selbst hat im Laufe der Jahrhunderte viele Schreibweisen wie Hittenhagin, Hildenhaen, Ittenhaen u.a. erfahren.

Als jedoch der Historiker Paul Wendroth im Jahr 1552 Nachforschungen zu seinem Werk „Chroinca Nassovia“ betrieb, und er mit einer topographischen Beschreibung von Langenschwalbach, den heutigen Bad Schwalbach, zu der Erkenntnis kam, daß in dem Gebiet der heutigen Gemarkung  von Hettenhain die Chatten um das Jahr 70 n. Chr. einen „lucus patrium“, eine Opferstätte die sie „Hettanorum“ nannten, besaßen, an der sie vor ihren Feldzügen gegen die Römer ihre  Göttern mit Gebeten und Opfer verehrten, bildete sich zunehmens  der heutige Name Hettenhain heraus.

Alte Überlieferungen sagen aus, das der Ursprung des Ortes aus einer „Hube“, damit ist ein Hof gemeint, bestand. Der Standort dieser Hube soll auf dem Hellershain, etwa ein Kilometer bergauf in Richtung „Roter Stein“ gewesen sein. Erst später, um das Jahr 1500, siedelte man an der heutigen Stelle. Eine Grenzbeschreibung aus dem Jahr 1570 beschreibt Hettenhain jedenfalls an heutiger Stelle.

Der heutige Standort bot, gegenüber der Lage auf der Höhe, durch seine geographische Lage viele Vorteile wie z.B. die geschützte Lage in dem Taleinschnitt, und zudem die reichlichen Wasservorkommen des Römerborn.

Die Lage hat aber auch zum heutigen Zeitpunkt noch den Vorteil der relativen Ruhe weitab der stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen.

( Auszug aus dem Buch -800 Jahre Hettenhain- ) 

Aktuelle Veranstaltungen:

21.10.2017

Kürbisschnitzen / FFW

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© 2014 Hettenhain.com